Baubegleitung

Die Baubegleitung durch einen Sachverständigen kann bereits in der Planungsphase beginnen. Oftmals denkt man erst an einen Sachverständigen, wenn der Ärger bereits da ist.

Immer häufiger kommt es in den letzten Jahren vor, dass Sachverständige der entsprechenden Gewerke bei Neubauten oder Umbauten baubegleitend tätig werden. Das heißt, dass der Sachverständige die Baumaßnahme partnerschaftlich mit dem Fachhandwerker begleitet, so dass technische Mängel erst gar nicht entstehen oder frühzeitig erkannt und noch in der Montagephase beseitigt werden können.

Der Sachverständige ist hier keineswegs ein Gegner oder Aufpasser des Fachhandwerkers, sondern unterstützt in vor Ort.

Bei der Fülle neuer Vorschriften und Verordnungen und der sich fast täglich ändernden Normen und Richtlinien kann "der Mann aus der Praxis" schon mal bürokratisch überfordert sein. Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben oftlmals keinen Zeit, um jede "neue Norm" sofort nach Erscheinen zu lesen und umzusetzen.

Hier kommt der Sachverständige ins Spiel. Es wird keineswegs unterstellt, dass der Fachhandwerker irgendwelche Vorschriften oder allgemein anerkannten Regeln der Technik absichtlich nicht beachtet. Die Frage ist vielmehr, ist er der Flut von Neuerungen noch gewachsen? Hat er genug Zeit für die Aufnahme aller Neuerungen neben seiner handwerklichen Arbeit?

Der Sachverständige schützt mit seiner Tätigkeit vor Ort letztlich nicht nur den Auftraggeber vor Mängeln am Bau, sonders gleichfalls den Fachhandwerker vor Mängelrügen. Wird ein Mangel, insbesondere ein verdeckter Mangel, erst nach Fertigstellung oder Inbetriebnahme festgestellt, so kann dessen Beseitigung schnell ein Vermögen kosten. Wird der gleiche Mangel in der Montagephase festgestellt, so reicht oftmals ein kleiner Handgriff oder Hinweis, um den Mangel zu vermeiden oder abzustellen.

Durch die Baubegleitung profitiert damit letztlich der Auftragnehmer, genauso wie der Fachhandwerker.

Was gibt es für beide Schöneres, als ein perfekt vollendetes Werk?